Zweifel am Terror-Szenario von London

Die Anschlagpläne, nach denen angeblich bis zu zehn US-Flugzeuge zeitgleich über dem Atlantik von islamischen Terroristen gesprengt werden sollten, erscheinen mittlerweile in einem anderen Licht. Wie die Zeitschrift Stern in der Ausgabe vom 31.08.2006 berichtete, hält der britische Sprengstoffspezialist Nigel Wylde die offiziell verbreitete These, der Flüssig-Sprengstoff Tri Aceton-TriPeroxid könnte im Flugzeug aus verschiedenen Komponenten zusammengemischt werden für „absoluten Unsinn”. „So wie uns das Szenario bis jetzt dargestellt wurde, hätte es nie funktioniert”, sagte der britische Offizier, der in Belfast Terrorbomben entschärfte und heute Waffenxperte bei Gericht ist, dem Stern.
Aussagen des Scotland-Yard Vize Paul Stephenson, es sei „ein Massenmord unglaublichen Ausmaßes” verhindert worden, gelten laut Stern auch in Sicherheitskreisen inzwischen als „unglücklich”. Nur zwölf der 25 Festgenommenen seinen bisher angeklagt worden, darunter drei, weil sie die Behörden nicht über die angeblichen Terrorpläne der anderen Verdächtigen informiert haben sollen. Fünf seien wieder freigelassen worden.

Nahezu alle Massenmedien auch in Deutschland haben die offizielle Version tagelang unkritisch verbreitet und damit zu einer Verschärfung der anti-islamischen Stimmung beigetragen sowie – wieder einmal – für eine Atmosphäre gesorgt, in der die Bevölkerung bereit ist, einer weiteren Verschärfung von „Sicherheitsmaßnahmen” zuzustimmen.

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